Die steigende Nachfrage nach korrosionsbeständigen Schweißmaterialien in der Schwerindustrie

Schwerindustrielle Anlagen – von Offshore-Plattformen bis hin zu chemischen Reaktoren – sind auf Schweißkonstruktionen angewiesen, die Tag für Tag rauen, korrosiven Umgebungen standhalten müssen. Versagen diese Konstruktionen aufgrund mangelnder Korrosionsbeständigkeit, entstehen hohe Kosten: ungeplante Ausfallzeiten, teure Reparaturen und sogar Sicherheitsrisiken. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach zuverlässigen, korrosionsbeständigen Schweißmaterialien rasant steigt, insbesondere nach Legierungen wie …ER316LSie entwickelt sich zu einer bevorzugten Lösung für kritische Anwendungen. Dieser Wandel ist nicht nur ein Trend – er ist eine Antwort auf branchenweite Herausforderungen, denen sich Einkäufer und Ingenieure täglich stellen müssen.

Für Einkäufer in der Schwerindustrie ist die Priorität klar: Werkstoffe, die konstante Leistung erbringen, ohne Kompromisse bei Haltbarkeit oder Normen einzugehen. Korrosion, insbesondere durch chloridreiche Umgebungen oder extreme Temperaturen, ist die Hauptursache für Schweißfehler. Aktuelle Daten zeigen, dass 37,6 % der schweißbedingten Ausfälle auf unbeständige Materialeigenschaften oder mangelnde Beständigkeit gegenüber rauen Bedingungen zurückzuführen sind. Hier punktet der Schweißdraht aus Edelstahl ER316L – nicht nur als Produkt, sondern als Lösung für diese weit verbreiteten Probleme.

ER316L ist ein kohlenstoffarmer, austenitischer Edelstahl-Schweißdraht, der sich durch seinen Molybdängehalt (2,0–3,0 %) auszeichnet. Dieser erhöht die Beständigkeit gegen Lochfraß und Spaltkorrosion – zwei der zerstörerischsten Korrosionsarten in der Schwerindustrie. Im Gegensatz zu Standardlegierungen wie ER304L steigert der Molybdänzusatz den Wert der Lochfraßbeständigkeits-Equivalentzahl auf 24–28 und macht ihn somit ideal für Umgebungen mit unvermeidbarer Chloridbelastung. Sein niedriger Kohlenstoffgehalt (≤ 0,03 %) verhindert zudem interkristalline Korrosion, ein häufiges Problem bei Schweißkonstruktionen, die moderaten Temperaturzyklen ausgesetzt sind.

Für die Einkäufer der Branche ist jedoch vor allem wichtig, wieER316LErfüllt die Anforderungen der Schwerindustrie in der Praxis. Nehmen wir den Schiffbau und Offshore-Projekte: Hier sind die Strukturen ständig Meerwasser, Salznebel und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Die Fähigkeit von ER316L, die strukturelle Integrität unter diesen Bedingungen zu erhalten, reduziert den Wartungsaufwand – ein entscheidender Kostenfaktor für die Betreiber. Auch in der Chemie- und Petrochemiebranche, wo saure und chloridhaltige Flüssigkeiten weit verbreitet sind, gewährleistet die Korrosionsbeständigkeit von ER316L die Einhaltung von Sicherheitsstandards und verlängert die Lebensdauer der Anlagen.

Die steigende Nachfrage nach korrosionsbeständigen Schweißmaterialien wieER316LDies hängt auch mit umfassenderen Branchenveränderungen zusammen: der Umstellung der Schwerindustrie auf umweltfreundliche Fertigungsprozesse und die Modernisierung von High-End-Anlagen. Angesichts verschärfter Emissions- und Nachhaltigkeitsvorschriften suchen Abnehmer nach Werkstoffen, die sowohl Effizienz als auch Umweltfreundlichkeit gewährleisten. ER316L erfüllt diese Anforderungen, indem es langlebigere Konstruktionen ermöglicht und so den CO₂-Fußabdruck durch Ersatz und Reparaturen reduziert. Darüber hinaus steigt mit dem Wachstum von Sektoren wie den erneuerbaren Energien der Bedarf an korrosionsbeständigen Schweißlösungen für extreme Umgebungen.

Für Käufer, die sich auf dem Markt orientieren, geht es bei der Auswahl des richtigen korrosionsbeständigen Schweißmaterials um mehr als nur die Wahl eines Produkts – es geht darum, die Legierung auf die Anwendung abzustimmen.ER316LEs bietet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung und Praktikabilität: Im Vergleich zu Einstiegslegierungen weist es eine überlegene Korrosionsbeständigkeit auf und ist gleichzeitig kostengünstiger als Alternativen mit hohem Molybdängehalt wie ER317L. Darüber hinaus zeichnet es sich durch hervorragende Schweißbarkeit aus, ist mit gängigen Schweißverfahren wie WIG und MIG/MAG kompatibel und eignet sich sowohl für Edelstahl 316L als auch für ungleichartige Stähle wie 304L, wodurch es vielseitig für komplexe Projekte einsetzbar ist.

Gleichbleibende Qualität ist für Abnehmer in der Schwerindustrie ein unverzichtbares Kriterium – und ein Hauptgrund für die hohe Nachfrage nach ER316L. Schwankende Chargenqualität kann zu katastrophalen Ausfällen führen, insbesondere in kritischen Anwendungen wie LNG-Speichern oder Kernkraftwerksanlagen. Seriöse ER316L-Lieferanten halten sich an strenge Standards, um eine einheitliche chemische Zusammensetzung und gleichbleibende mechanische Eigenschaften zu gewährleisten und so Leistungsschwankungen zu minimieren. Käufer sollten Lieferanten bevorzugen, die Rückverfolgbarkeit und Konformitätsdokumentation anbieten, da diese Indikatoren für zuverlässige und qualitativ hochwertige Produkte sind.

Mit Blick auf die Zukunft wird die Nachfrage nach korrosionsbeständigen Schweißzusatzwerkstoffen in der Schwerindustrie weiter steigen, da Anlagen zunehmend extremen Bedingungen ausgesetzt sind und Nachhaltigkeit eine zentrale Priorität darstellt. ER316L bleibt ein Standardwerkstoff für Anwender, die eine bewährte, vielseitige Lösung suchen, die Korrosionsherausforderungen begegnet, langfristige Kosten senkt und den Branchentrends entspricht. Für Unternehmen der Schwerindustrie ist die Investition in den richtigen korrosionsbeständigen Schweißzusatzwerkstoff nicht nur ein Kauf – sie ist eine Investition in Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit.

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Veröffentlichungsdatum: 22. Januar 2026