Funktionsprinzip und Aufbau des Schweißdrahts

Der Stahlbedarf in der modernen Gesellschaft steigt stetig, und zahlreiche Metallgegenstände des täglichen Gebrauchs werden hergestellt, die mit elektrischen Schweißgeräten verschweißt werden müssen. Eine Schlüsselkomponente dieses Prozesses ist die Elektrode bzw. der Schweißdraht. Beim Lichtbogenschweißen leitet die Elektrode in einer Hochtemperaturumgebung Strom, schmilzt und wird schließlich in die Fügestelle der zu verschweißenden Teile eingeführt. Die Wahl des passenden Schweißdrahts richtet sich nach dem Material der zu verschweißenden Teile. Die Elektrode besteht aus einem inneren Metallkern und einer äußeren Ummantelung. Der Schweißkern besteht aus einem Stahldraht mit einem bestimmten Durchmesser und einer bestimmten Länge, der durch Zufuhr von elektrischem Strom erhitzt und geschmolzen wird und sich anschließend mit der Ummantelung füllt.
Der Spalt zwischen den Werkstücken wird durch eine Schweißnaht verbunden. Kohlenstoffstahl, legierter Stahl und Edelstahl sind die gängigsten Werkstoffe für das Schweißen. Um die Anforderungen an die Schweißnaht zu erfüllen, gelten spezifische Anforderungen an die Materialqualität des Schweißkerns und die Art der Metallelemente. Zudem gibt es strenge Vorschriften für den Gehalt bestimmter Metallelemente, da dieser die Qualität der Schweißnaht maßgeblich beeinflusst.

Wenn man die Stabilität einer Stahlbrücke, die Länge eines Tunnels oder die Pracht eines riesigen Schiffes auf See bewundert, sollte man auch die unzähligen kleinen Schweißstäbe würdigen, die zu deren Konstruktion beitragen. Sobald ein Schweißstab aktiviert wird, verbindet er zahlreiche Stahlteile zu einer zusammenhängenden Struktur. Der Schweißstab vereint unzählige Trennstellen, integriert verstreute Teile und verstärkt dünne Abschnitte. Er ist eine Quelle neuer Energie und leuchtet hell, wo immer er brennt.

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Veröffentlichungsdatum: 23. Mai 2023